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Sonntag, 05 September 2010
 
 
Klarer Sieg im letzten Heimspiel der Hauptrunde - Absteiger Osnabrück geht mit 94:54 unter Drucken E-Mail
Geschrieben von RSC-Rollis Zwickau e.V. / Fotos: Björn Frenzel   
Montag, 01 März 2010

Osnabrück
Galerie Osnabrück
  
Im Duell zwischen dem RSC-Rollis Zwickau und dem RSC Osnabrück gab es am Sonntag einen deutlichen 94:54-Sieg (27:12; 52:27; 72:41) der Muldestädter. Wie schon in der Vorwoche gegen München setzte sich der deutsche Meister schnell ab und zerstreute somit im letzten Heimspiel der Hauptrunde früh die Zweifel an einem ungefährdeten Sieg. Nach zweiwöchiger Pause fuhr dabei auch wieder Marcin Balcerowski für den Gastgeber auf. Topscorer der Partie wurden seine beiden Landsmänner Mateusz Filipski und Piotr Luszynski mit 29 beziehungsweise 28 Punkten.

Für das Zwickauer Trainergespann bot dieses Spiel noch einmal Gelegenheit, einige taktische Varianten sowohl in der Offense als auch in der Defense zu testen, bevor es bei der Vorrunde der Euroleague in zwei Wochen um die Teilnahme am Champions Cup geht. So stand unter anderem erstmals in der Saison Rainer Müller in der Startformation. Unterschätzen wollte man die Niedersachsen, die als Absteiger der 1. Liga bereits feststehen, freilich nicht. Nach nur 15 Sekunden eröffnete Spielertrainer Piotr Luszynski die Partie am 17. Spieltag der Rollstuhlbasketball-Bundesliga mit einem erfolgreichen Mitteldistanzwurf. Im weiteren Verlauf des ersten Viertels demonstrierte der Gastgeber bereits seine Überlegenheit und konnte nach gerade einmal zehn gespielten Minuten auf 27:12 enteilen. 

Das sichere Zwickauer Zusammenspiel ließ die Niedersachsen schnell ins Hintertreffen geraten. Sein Selbstvertrauen verlor Osnabrück dadurch jedoch nicht. Gerade in der Verteidigung verleiteten die Gäste den RSC-Rollis des Öfteren zum Foulspiel, was insbesondere Bert Freriks an der Freiwurflinie in Körbe umzusetzen wusste. Die Nummer sieben des RSC Osnabrück avancierte mit insgesamt 19 Punkten zum zweitbesten Schützen seines Teams, gleich hinter seinem niederländischen Landsmann Mustafa Korkmaz (22).

Im Angriff gelang es dem RSC hingegen vielseitig und souverän zu agieren. Allein Piotr Luszynski und Rostislav Pohlmann legten mit zusammen 13 Assists häufig den Grundstein für einen erfolgreichen Abschluss ihrer Kollegen. Aufbauend auf einer funktionierenden Offensive konnte das Team seinen Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Ein Halbzeitstand von 52:27 ließ schon keine Zweifel mehr am Heimsieg aufkommen.
 

Im weiteren Verlauf der Begegnung spielten die Sachsen in den unterschiedlichsten Konstellationen. Nicht zuletzt die hohe Foulbelastung machte die ständigen Wechsel notwendig. „Mit Blick auf die Play-Offs war es uns natürlich wichtig, mehrere Möglichkeiten zu testen. Dass die flexiblen Aufstellungen etwas den Spielverlauf beeinträchtigen könnten, ist uns natürlich bewusst gewesen. Dennoch gab es keinen Einbruch in der Leistung der Mannschaft“, bewertete Co-Trainerin Manuela Krause die taktischen Variationen in der Begegnung. Zugleich kritisierte sie aber auch die hohe Anzahl der Fouls (21) ihrer Schützlinge: „Das ist zuviel, gegen andere Gegner können wir uns das nicht erlauben.“ 

Am Ende stand der zweithöchste Heimsieg des RSC in der aktuellen Spielzeit zu Buche. Die 54 Punkte auf gegnerischer Seite fielen in den Augen der Trainerduos allerdings etwas zu hoch aus. Trotz des souveränen Sieges gilt es für den Tabellenzweiten die Konzentration für die weiteren Aufgaben zu richten, um für die kommenden Herausforderungen gewappnet zu sein. Dazu führt es den Meister am Samstag noch einmal nach Trier, bevor es in der Gruppe B der Euroleague 1 in der Scheffelberghalle zur Sache geht. 

Bereits am Sonnabend hat der USC München seine Schlüsselpartie gegen die Mainhatten Skywheelers gewonnen, die sich damit endgültig im Kampf um die verbliebenen Play-off-Plätze verabschiedet haben. Somit reichte den Bayern ein Sieg in den verbleibenden zwei Spielen (ein Nachholtermin am 14. März gegen Köln), um sich den dritten Platz der Hauptrunde zu sichern und damit der Gegner des RSC-Rollis Zwickau im Play-off-Halbfinale zu werden. '

Punkteverteilung:

RSC Rollis Zwickau: Mateusz Filipski (29), Piotr Luszynski (28/ 2 Dreier), Rostislav Pohlmann (10/ 2), Günther Mayer (7), Matthias Heimbach (7), Marcin Balcerowski (5/1), Rainer Müller (4), Mehmet Hayirli (4), Frank Oehme
 

RSC Osnabrück: Mustafa Korkmaz (22/3), Bert Freriks (19), Paul Toes (10), Andre Jörling (2), Bernd Hüsemann (1), Dennis Nohl, Konstantinos Tsatsoulis
 
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